Die beste Tageszeit für den KOM-Versuch finden
Der gleiche Tag kann morgens ein Trainingstag und nachmittags ein KOM-Tag sein. Der Tagesverlauf des Windes ist überraschend planbar.
Der typische Tagesgang des Windes
In der Nacht entkoppelt sich die Bodenschicht, der Wind am Boden schwächt ab. Mit der Sonneneinstrahlung mischt sich Höhenwind nach unten – das Maximum liegt in Mitteleuropa häufig zwischen 13 und 18 Uhr. Am Abend beruhigt es sich wieder.
Das heißt: Wer Rückenwind braucht, fährt eher nachmittags. Wer ruhige Luft für ein Bergsegment sucht, fährt früh.
Ein Fenster statt einer Uhrzeit
Eine einzelne Stunde als Empfehlung ist zu präzise für die Prognosegenauigkeit. Sinnvoller ist ein zwei- bis dreistündiges Fenster, in dem die Bedingungen stabil gut sind – plus eine Angabe, wie stark die Stunden schwanken.
- Stabiles Fenster: benachbarte Stunden ähnlich gut, hohe Zuverlässigkeit
- Spitzenstunde isoliert: Prognoseunsicherheit hoch, Puffer einplanen
- Zwei getrennte Fenster: Windrichtung dreht – Segmentrichtung prüfen
Temperatur nicht vergessen
Warme Luft ist dünner. 25 Grad statt 10 Grad senken die Luftdichte um rund 5 Prozent, was auf flachen Segmenten ein bis zwei Prozent Zeit bedeuten kann. Ein warmer, windgünstiger Spätnachmittag ist deshalb oft das absolute Optimum.
Praktische Faktoren
Verkehr, Fußgänger und Landwirtschaft entscheiden mit. Ein Feldweg um 18 Uhr ist voller Spaziergänger, um 7 Uhr leer. Nimm die Stunde, in der du die Linie wirklich fahren kannst.
Kurz gesagt
Plane ein Fenster, nicht eine Minute – und bevorzuge stabile Stunden gegenüber einzelnen Prognosespitzen.
Häufige Fragen
Wie weit im Voraus kann ich planen?
Richtung und Größenordnung sind zwei bis drei Tage im Voraus brauchbar, die Feinplanung der Stunde macht am Vortag oder am Morgen Sinn.
Was ist mit Böen?
Sehr böige Stunden können im Mittel gut aussehen, sich aber schlecht fahren. Bevorzuge Stunden mit geringem Unterschied zwischen Mittelwind und Böen.