Gewicht oder Aerodynamik: Was bringt auf deinem Segment mehr?
Leichter oder windschnittiger? Die Antwort hängt fast ausschließlich von der Steigung und damit von deiner Geschwindigkeit ab.
Die Grenze liegt bei etwa fünf Prozent
Unterhalb von etwa fünf Prozent Steigung fährst du schnell genug, dass Luftwiderstand den größten Teil der Leistung frisst – hier gewinnt Aerodynamik. Oberhalb davon sinkt die Geschwindigkeit so weit, dass die Hangabtriebskraft dominiert und Gewicht zählt.
Größenordnungen
Für einen Fahrer mit 80 kg Systemgewicht auf einem drei Minuten langen Segment:
- flach: 0,03 m² weniger CdA bringen 8 bis 12 Sekunden
- flach: 1 kg weniger bringt unter 1 Sekunde
- 8 Prozent Steigung: 1 kg weniger bringt 2 bis 3 Sekunden
- 8 Prozent Steigung: 0,03 m² weniger CdA bringen 1 bis 2 Sekunden
Was das für Kaufentscheidungen heißt
Wenn deine Zielsegmente flach oder wellig sind, ist jeder Euro in Aerodynamik – Position, Kleidung, Laufräder, Reifen – deutlich besser investiert als in Leichtbau. Nur bei steilen Anstiegen von mehreren Minuten dreht sich das Bild.
Das leichteste kostenlose Kilo bleibt trotzdem der Verzicht auf Gepäck, Werkzeug und die zweite Flasche am Versuchstag.
Kurz gesagt
Flach und wellig: Aerodynamik. Steil und lang: Gewicht. Alles andere ist Detailoptimierung.
Häufige Fragen
Und bei welligem Terrain?
Dort entscheidet der Zeitanteil: Wenn du mehr als die Hälfte der Zeit über 30 km/h fährst, gewinnt Aerodynamik.
Zählt rotierende Masse mehr?
Bei konstanter Geschwindigkeit kaum. Bei häufigen Antritten ist leichtere Felge und Reifen spürbar, auf einem gleichmäßigen Segment vernachlässigbar.