Attack Score: Eine Zahl für die Frage „heute oder nicht?“
Wer morgens vor der Ausfahrt steht, will keine sechs Kennzahlen lesen. Ein einziger Score, der die Entscheidung trägt, ist das Ziel – solange man weiß, wie er entsteht.
Die Bestandteile
Ein sinnvoller Attack Score kombiniert vier Größen: den erwarteten Zeitgewinn gegenüber deiner Bestzeit, die Wahrscheinlichkeit einer PR, die Chance auf eine relevante Platzierung und die Sicherheit der Prognose. Ein hoher Zeitgewinn bei sehr unsicherer Vorhersage darf nicht denselben Score bekommen wie ein solider Gewinn mit stabilem Wetterbild.
Die Skala
Damit die Zahl handlungsleitend ist, braucht sie klare Bänder:
- 0 bis 30: vergiss es – Trainingsfahrt
- 30 bis 50: Trainingstag mit Option
- 50 bis 70: Versuch möglich
- 70 bis 85: starke Gelegenheit
- 85 bis 100: KOM-Wetter, Termine verschieben
Konsistenz ist Pflicht
Ein Score von 56 bei gleichzeitig 100 Prozent PR-Wahrscheinlichkeit ist ein Widerspruch und zerstört Vertrauen. Score, Verdikt und Wahrscheinlichkeiten müssen aus derselben Rechnung stammen und dürfen sich nicht widersprechen – deshalb laufen in KomPredict Plausibilitätsprüfungen, bevor eine Zahl angezeigt wird.
Der Score ersetzt die Details nicht
Deshalb gehört zu jedem Score der Blick darauf, woraus er entstanden ist: effektiver Rückenwind, Prognosezeit, Konfidenz. Ein Score ohne Erklärung ist Aberglaube mit zwei Stellen.
Kurz gesagt
Ein Attack Score ist nur gut, wenn er erklärbar und mit allen anderen Zahlen konsistent ist.
Häufige Fragen
Warum nicht einfach den Wind Score anzeigen?
Weil Wind allein keine Leistungsprognose ist. Ein Score muss deine Bestzeit, deine Form und die Platzierungsschwellen einbeziehen.
Kann der Score bei Gegenwind hoch sein?
Selten, aber möglich – etwa wenn deine Bestzeit selbst bei starkem Gegenwind entstand und heute deutlich bessere Bedingungen herrschen.